7.1 die Bedeutung von (eigener) Raumwahrnehmung für die Konstruktion und Nutzung von Räumen erörtern sowie die Ursachen und Folgen von Raum(un)gerechtigkeit reflektieren.
7.2 urbane Regionen sowie Prozesse der Urbanisierung und Suburbanisierung anhand von nationalen und internationalen Fallbeispielen in Hinblick auf Lebensqualität und Daseinsvorsorge vergleichen und deren (partizipative) Gestaltbarkeit durch Raumordnungs- und Raumplanungsprozesse analysieren.
7.3 Entwicklungspfade und daraus folgende Herausforderungen und Chancen ländlich geprägter und peripherer Gebiete im Wandel an nationalen und europäischen Fallbeispielen analysieren sowie deren Gestaltbarkeit durch Regionalentwicklung erörtern“.
Zentrale fachliche Konzepte: Maßstabsebenen, Räumlichkeit und Raumproduktion
Lehrplanbezug DGB:
Lehrplan Digitale Grundbildung 2022
Kompetenzbereich Information (2. und 3. Klasse):mit Daten, Informationen und Informationssystemen verantwortungsvoll umgehen
Kompetenzbeschreibung:
"Die Schülerinnen und Schüler können:
2.10. (I) den Begriff „Social Media“ erklären und verstehen, welche Interessen das anbietende Unternehmen hat.
3.6. (I) zielgerichtet und selbstständig die Suche nach Informationen und Daten mit Hilfe geeigneter Strategien und Methoden planen und durchführen, geeignete Quellen nutzen und gefundene Informationen vergleichend hinterfragen“.
Kompetenzbereich Orientierung (4. Klasse):gesellschaftliche Aspekte von Medienwandel und Digitalisierung analysieren und reflektieren
Kompetenzbeschreibung:
„Die Schülerinnen und Schüler können
4.3. (I) die Normativität von digitalen Technologien (zB Filterblase) und Medieninhalten (zB Stereotype, Klischees) erkennen und diese kreativ durchbrechen“.
Kompetenzbereich Produktion (4. Klasse): Inhalte digital erstellen und veröffentlichen, Algorithmen entwerfen und Programmieren
Kompetenzbeschreibung:
„Die Schülerinnen und Schüler können
4.12. (G) Möglichkeiten verschiedener Darstellungsformen von Inhalten erproben und deren Einfluss auf die Wahrnehmung des Inhalts hinterfragen“.
Groblernziele:
Die Lernenden analysieren die historische und aktuelle touristische Entwicklung Hallstatts sowie die Auswirkungen von Social Media und Overtourism in diesem Ort.
Feinlernziele:
Die Schülerinnen und Schüler:
geben ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen von Hallstatt wieder, indem sie diese mithilfe des digitalen Tools mentimeter festhalten. (AFB I)
analysieren, wie Hallstatt in sozialen Medien dargestellt wird. (AFB II)
erläutern die Wirkung der medialen Inszenierung von Hallstatt und stellen diese der realen Situation gegenüber. (AFB II)
fassen die historischen Etappen des Tourismus in Hallstatt zusammen, indem sie interaktive h5p-Übungen dazu bearbeiten. (AFB I)
reflektieren über die Beeinflussung des Tourismus in Hallstatt durch Social Media, indem sie ein Audio dazu aufnehmen. (AFB III)
beschreiben den Begriff Overtourism anhand eines Videobeispiels. (AFB I)
analysieren die Auswirkungen des Overtourismus auf Gesellschaft, Umwelt, Politik und Wirtschaft. (AFB II)
erstellen alternative, nachhaltige Reiserouten rund um Hallstatt, indem sie weniger bekannte Hotspots in frei gewählter Weise aufbereiten. (AFB II)
reflektieren mittels Audioaufnahme die Perspektive von Einheimischen auf den Tourismus in Hallstatt und nehmen Stellung dazu, welche Verantwortung sie selbst als Touristen und Touristinnen tragen. (AFB III)
Didaktischer Kommentar:
Das Thema Overtourismus am Beispiel von Hallstatt eignet sich besonders gut für den GWB- Unterricht, da es aktuelle wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und ökologische Aspekte verbindet und einen hohen Lebensweltbezug für die Schüler*innen aufweist. Viele Schüler*innen kennen Hallstatt aus der Realität, wodurch eine motivierte Auseinandersetzung mit dem Thema generiert werden kann.
Die beiden Unterrichtseinheiten wurden als asynchroner Online- Unterricht über einen Moodle Kurs umgesetzt. Ziel war es, selbstständiges Lernen sowie digitale Kompetenzen zu fördern. Die Inhalte wurden mithilfe von Mentimeter, Padlet und Lumi in Form von verschiedensten h5p- Elementen aufbereitet, um Abwechslung und Aktivierung sicherzustellen.
Mentimeter diente hierbei zur Aktivierung von Vorwissen und Meinungen, Padlet zur Sammlung der Ergebnisse einer Gruppenarbeit, während Lumi interaktive Aufgaben wie Videos, Lückentexte, True/ False Übungen und vielen weiteren Aufgaben bereitstellte.
Die Schüler*innen erweiterten hierbei ihre Kompetenzen zu den jeweiligen Themen und es wurde darauf geachtet, dass sich diese in unterschiedlichen Anforderungsbereichen beim Erfüllen der Aufgabenstellungen befanden. Insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit medialer Darstellung und Realität stand im Zentrum des Geschehens. Die eigenständige Bearbeitung ermöglicht individuelles Lerntempo und fördert Verantwortung für den eigenen Lernprozess.