| Lehrplanbezug |
Lehrplan GW 2027 - [5D] Leben und Wirtschaften in der Digitalität
Die Schülerinnen und Schüler können - 5.10 digitale Geomedien zur Darstellung, Strukturierung und Analyse von räumlichen und ökonomischen Phänomenen und Prozessen sowie zur Partizipation im Alltag, in Fragen der Raumordnung (z.B. Flächenwidmungs- und Bebauungsplan) und der nachhaltigen Entwicklung anwenden. - 5.11 Geschäftsmodelle der (Geo-)Onlineplattformen analysieren, Chancen, Gefahren und Betrugsfallen im Zusammenhang mit der Digitalität erkennen und Auswirkungen auf die eigene Weltaneignung sowie die Privatsphäre reflektieren.
Lehrplan Digitale Grundbildung
Die Schülerinnen und Schüler können - 2.4. (I) an interdisziplinären Beispielen aufzeigen, inwieweit das Digitale im Vergleich zum Analogen das eigene Leben, die Gesellschaft oder Umwelt verändert. Sie können erkennen, dass Medien und Technologien nie „neutral“ sind. - 2.5. (T) Daten erfassen, filtern, sortieren, interpretieren und darstellen. - 4.5. (G) Gefahren der Erhebung, Auswertung und Verknüpfung von Nutzerdaten im Sinne von Fahrlässigkeit, Missbrauch und Überwachung erklären und sich dazu verantwortungsvoll verhalten.
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| Theoretische Bezüge: |
Das Unterrichtsvorhaben thematisiert digitale Ungleichheit als alltägliches, gesellschaftliches und räumliches Problem. Ausgehend von der Lebenswelt der Schüler:innen (Funklöcher, Offline-Situationen, Abhängigkeit von Apps) werden strukturelle Ursachen des Digital Divide sichtbar gemacht: wirtschaftliche Interessen von Unternehmen, staatliche Regulierung (Akteure und Machtverhältnisse), digitale Infrastruktur, soziale Faktoren wie Einkommen oder Gerätekompetenz. Durch die Arbeit mit digitalen Geomedien lernen sie, Karten und Netzabdeckungsdaten kritisch zu lesen, Unterschiede zu hinterfragen und die dahinterliegenden Interessen zu erkennen. Gleichzeitig werden handlungsorientierte Kompetenzen gefördert, indem die Schüler:innen Strategien entwickeln, wie sie in Offline-Situationen handlungsfähig bleiben können.
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