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Kursübersicht

    • Die senseBox im Unterricht – Überblick für Lehrpersonen

      Die senseBox ist ein modulares, digitales Messsystem, mit dem Schülerinnen und Schüler Umwelt- und Klimadaten selbstständig erfassen und auswerten können. Sie wurde speziell für Schule, Bildung und Citizen-Science-Projekte entwickelt und eignet sich besonders, um Klimawandel, Stadtklima und Umweltfaktoren im Nahraum verständlich und greifbar zu machen.

      Für Lehrpersonen bietet die senseBox eine praxisnahe Möglichkeit, theoretische Inhalte mit realen Messungen zu verbinden und Lernende aktiv in den Erkenntnisprozess einzubeziehen.

      Warum die senseBox im Unterricht einsetzen?

      Der Einsatz der senseBox ermöglicht einen handlungs- und kompetenzorientierten Unterricht. Schülerinnen und Schüler arbeiten nicht mit vorgegebenen Daten, sondern erheben eigene Messwerte, die sie interpretieren und reflektieren.

      Die senseBox unterstützt insbesondere:

      • forschend-entdeckendes Lernen,

      • den Aufbau von Umwelt- und Klimakompetenz,

      • den sinnvollen Einsatz digitaler Werkzeuge im Fachunterricht,

      • sowie einen starken Lebensweltbezug (z. B. Schule, Schulhof, Wohnumgebung).

      Typische Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

      Die senseBox kann flexibel und altersgerecht eingesetzt werden, zum Beispiel für:

      • Messungen zum Mikro- und Stadtklima
        (Temperatur, Helligkeit, UV-Strahlung, Luftfeuchtigkeit im Schulgebäude oder im Freien)

      • Vergleiche von Räumen oder Tageszeiten
        (z. B. sonnige vs. schattige Klassenräume, Vormittag vs. Nachmittag)

      • Projekte zu Klimawandel und Anpassung
        (Hitze im Schulhof, Auswirkungen von Sonneneinstrahlung, Bedeutung von Beschattung und Begrünung)

      • Fächerübergreifende Unterrichtseinheiten
        (z. B. GW × Digitale Grundbildung × Physik/Biologie)

      • Projekt-, Stationen- oder Wochenplanarbeit

      Didaktischer Mehrwert für den GW-Unterricht

      Im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht eignet sich die senseBox besonders, um:

      • Mensch–Umwelt-Beziehungen konkret zu untersuchen,

      • Räume als Lebens- und Handlungsräume zu analysieren,

      • Klimawandel lokal erfahrbar statt abstrakt zu machen,

      • und mit digitalen Geomedien zu arbeiten
        (z. B. Visualisierung der Messdaten).

      Die Arbeit mit realen Umweltdaten fördert dabei kritisches Denken, Datenkompetenz und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und zu bewerten.

      Technische Umsetzung – niederschwellig und schultauglich

      Die senseBox ist bewusst einfach und modular aufgebaut:

      • Gemeinsamer Aufbau mit Schüler:innen möglich

      • Programmierung über grafische Oberfläche (Blockly)ohne Vorkenntnisse

      • Online-Visualisierung der Messdaten (z. B. über openSenseMap) für direkte Auswertungen im Unterricht

      Der Fokus liegt nicht auf Technik um ihrer selbst willen, sondern auf der didaktisch sinnvollen Nutzung als Werkzeug zur Umweltbeobachtung.

      Fazit für Lehrpersonen

      Die senseBox ist ein vielseitiges Unterrichtswerkzeug, mit dem Klimawandel, Stadtklima und Umweltfragen schülernah, datenbasiert und handlungsorientiert bearbeitet werden können. Sie unterstützt kompetenzorientierten Unterricht, stärkt digitale und fachliche Fähigkeiten und ermöglicht es Lernenden, ihre eigene Umwelt bewusst zu erforschen.