Abschnittsübersicht

Kursübersicht

    • Verwendung der senseBox

      Nach dem Aufbau, Anschluss und der Programmierung wird die senseBox als Mess- und Forschungsinstrument im Unterricht eingesetzt. Ziel ist es, mithilfe realer Messdaten Umwelt- und Klimaphänomene im eigenen Lebensraum zu untersuchen und diese im Kontext des GW-Unterrichts zu analysieren.

      Die senseBox ermöglicht es den Schüler*innen, selbstständig Daten zu erheben und dadurch natur- und raumbezogene Fragestellungen zu bearbeiten. Der Fokus liegt nicht auf der Technik selbst, sondern auf der Interpretation der Messwerte und dem Verständnis von Mensch–Umwelt-Beziehungen.

      Planung der Messungen

      Vor der Verwendung der senseBox werden gemeinsam zentrale Planungsaspekte geklärt:

      • Fragestellung:
        Was soll untersucht werden? (z. B. „Wie unterscheidet sich die UV-Strahlung im Tagesverlauf?“)

      • Messort:
        Wo wird gemessen? (z. B. Klassenzimmer, Gang, Schulhof)

      • Messzeitpunkt:
        Wann wird gemessen? (z. B. morgens, mittags, nachmittags)

      • Vergleich:
        Welche Messungen werden miteinander verglichen?
        (z. B. unterschiedliche Räume oder Zeitpunkte)

      Diese Planungsphase fördert ein strukturiertes Vorgehen und den bewussten Umgang mit Messdaten.

      Durchführung der Messungen

      Die senseBox wird am vereinbarten Ort aufgestellt und für die Messung aktiviert. Je nach Fragestellung erfassen die Sensoren zentrale Umweltparameter, wie:

      • Temperatur

      • Helligkeit

      • UV-Strahlung

      • Luftfeuchtigkeit

      Die Messungen können einmalig oder über einen längeren Zeitraum erfolgen. Dabei lernen die Schüler*innen, sorgfältig zu arbeiten und Rahmenbedingungen wie Wetter, Sonneneinstrahlung oder Raumlage zu berücksichtigen.

      Dokumentation der Daten

      Die erhobenen Messwerte werden systematisch dokumentiert, zum Beispiel:

      • in Tabellen oder Messprotokollen,

      • in digitalen Diagrammen,

      • oder über Onlineplattformen zur Datenvisualisierung.

      Wesentlich ist eine übersichtliche und nachvollziehbare Darstellung, um eine fundierte Auswertung zu ermöglichen.

      Auswertung und Interpretation

      In der Auswertungsphase werden die Messdaten gemeinsam analysiert. Zentrale Leitfragen sind:

      • Welche Unterschiede oder Muster sind erkennbar?

      • Wie lassen sich die Messwerte erklären?

      • Welche räumlichen Faktoren (z. B. Lage, Nutzung, Bebauung) spielen eine Rolle?

      • Welche Auswirkungen haben die Ergebnisse auf den Menschen
        (z. B. Wohlbefinden, Lernen)?

      Hier wird der GW-Bezug besonders deutlich, da Umweltfaktoren im Zusammenhang mit Raum und menschlichem Handeln betrachtet werden.

      Reflexion und Transfer

      Abschließend reflektieren die Schüler*innen ihre Ergebnisse und stellen Bezüge zu größeren Zusammenhängen her:

      • Was sagen die Messungen über das Klima im Schulumfeld aus?

      • Welche Parallelen bestehen zum Stadtklima oder Klimawandel?

      • Welche Maßnahmen könnten das Raum- oder Lernklima verbessern?

      Diese Phase fördert die Urteilskompetenz und unterstützt die Entwicklung eines nachhaltigen Umweltbewusstseins.

      Rolle der Lehrperson

      Die Lehrperson begleitet den Prozess, indem sie:

      • geeignete Fragestellungen vorgibt oder gemeinsam entwickelt,

      • auf einen bewussten und kritischen Umgang mit Messdaten achtet,

      • und die Verbindung zu übergeordneten GW-Themen (Klima, Raum, Nachhaltigkeit) herstellt.