-
2 - Interview mit der Schokowaffel
-
Eine Schokowaffel erzählt, woher ihre Zutaten kommen und wohin sie verkauft werden.
Lies das folgende Interview aufmerksam durch und beantworte anschließend folgende Fragen:Woher kommen die Zutaten der Schokowaffel?
Wo wird die Schokowaffel hergestellt?
In welche Länder wird sie verkauft?Formularbeginn
Schreibe deine Antworten in deine Mitschrift!
Reporter R. Quirlig interviewt Frau Hochgenuss als Vertreterin der Schokowaffeln, die bei einem österreichweiten Wettbewerb für Qualitätslebensmittel den Sieg erlangten.
Reporter R. Quirlig: Sehr geehrte Frau Hochgenuss, Sie sind eine österreichische Schokowaffel und haben mit Ihren vielen Kolleginnen und Kollegen wieder einmal den Preis für Made in Austria gewonnen. Deshalb wollen wir Sie gerne unseren Zuseherinnen und Zusehern sowie Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellen. Aus welchen Zutaten bestehen Sie und wie werden Sie gemacht?
Frau Hochgenuss: Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht alles verraten darf, da unsere genaue Zubereitung Geheimsache ist, aber so viel sei verraten, dass die wesentlichen Zutaten folgende sind: Eier, Mehl, Kakaopulver, Butter, Staubzucker, geriebene Mandeln und Vanillezucker.
Reporter R. Quirlig: Das klingt sehr verlockend und nachdem Sie auch ein österreichisches Qualitätssiegel mit der Bezeichnung Made in Austria tragen, nehme ich an, dass diese Zutaten aus Österreich stammen.
Frau Hochgenuss: Wir werden in Österreich produziert und auch ein Teil der Zutaten stammt aus Österreich. Allerdings nicht alle, da z.B. Kakao für die Schokoladeproduktion oder Vanille nicht in Österreich wachsen, sondern aus anderen Ländern eingeführt werden müssen. Auch sind im Ausland manche Zutaten billiger als in Österreich.
Reporter R. Quirlig: Ah, ich verstehe. Und wer wird sich denn nun an dieser Waffel erfreuen? Frau Hochgenuss: Das ist sehr verschieden. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen werden sicherlich von den Österreicherinnen und Österreichern gekauft werden, aber nachdem wir in so großer Zahl produziert werden, kommen sicher auch viele von uns ins Ausland. Einige werden dort in den Süßwarenabteilungen von Supermärkten oder Spezialgeschäften angeboten werden. Hauptabnehmer sind die Nachbarländer Österreichs, aber auch das Vereinigte Königreich sowie Frankreich. Im letzten Jahr kamen einige von uns sogar bis in die USA, Kanada und Brasilien. Andere von uns wiederum werden von Touristen und Touristinnen, die aus Japan und China nach Österreich kommen, als Souvenir mitgenommen – die meisten von uns landen also im Ausland. Das Unternehmen, das uns herstellt, braucht für seine hohen Produktionszahlen eine höhere Anzahl von Kunden und Kundinnen – Österreich wäre dafür zu klein.
Reporter R. Quirlig: Das ist sehr interessant, welche weite Reisen man als Schokowaffel machen kann. Kommen denn alle völlig ungehindert und ohne Grenzkontrollen in die Bestimmungsländer?
Frau Hochgenuss: Das kommt darauf an. Wenn das Land, in das wir geliefert werden, zur Europäischen Union gehört, dann macht das keine großen Schwierigkeiten. Aber in Ländern außerhalb der EU wird es schwieriger, dort müssen immer gewisse gesetzliche Bestimmungen berücksichtigt werden. Für die Einfuhr von Bestandteilen, aus denen wir hergestellt werden, die nicht aus Österreich oder einem anderen Staat der Europäischen Union stammen, gilt das ebenso. In diesem Fall muss auch oft Steuer bezahlt werden.
Reporter R. Quirlig: Das klingt sehr kompliziert für den Hersteller. Gibt es da keine Unterstützung?
Frau Hochgenuss: Doch natürlich, bei vielen Schwierigkeiten können unserem Hersteller bestimmte Stellen innerhalb und außerhalb von Österreich helfen.
Reporter R. Quirlig: Noch eine andere Frage: Sie bestehen zu einem guten Teil aus Schokolade. Was sagen Sie persönlich dazu, dass der Rohstoff Kakao oftmals auf Plantagen produziert wird, auf denen die dort arbeitenden Bauern und Bäuerinnen sehr harte Arbeit für sehr wenig Geld leisten müssen.
Frau Hochgenuss: Das ist sehr bedauerlich! Ich weiß jedoch, dass unser Hersteller darauf Wert legt, dass der in uns verarbeitete Kakao aus einem gerechten Handel stammt und möglichst biologisch angebaut wurde. Sehen Sie die Siegel neben meinem Made in Austria-Zeichen (lacht!). Ich hoffe, dass dies auch wahr ist.
Reporter R. Quirlig: Herzlichen Dank für das Gespräch! Und dass Sie gut munden mögen.
Formularende
-
-
2 - Interview mit der Schokowaffel