Arbeitsaufgabe: Lies den folgenden Text und markiere wichtige Textstellen und Informationen. Ziel ist es, die wichtigsten Informationen mündlich an einen deiner Mitschüler oder an eine deiner Mitschülerinnen weiterzugeben.
Wer wird wie und wann für seine Tätigkeit entlohnt?
Unter bezahlter Arbeit versteht man einen Beruf, der mit Geld entlohnt wird. Hierzu gibt es viele Aufzeichnungen. Das heißt, es wurden viele Messungen durchgeführt und Statistiken erstellt, die bezahlte Arbeit gut dokumentieren. Im Gegensatz dazu ist es schwierig, unbezahlten Arbeit, worunter man etwa Tätigkeiten im Haushalt oder freiwillige Arbeit versteht, regelmäßig und nach einem genauen Stundenausmaß zu messen (Quelle 1, Seite 89).
Messungen ergeben jedoch, dass Frauen im Durchschnitt mehr arbeiten als Männer. Denn Frauen gehen oft zusätzlich zu ihrer bezahlten Arbeit (ihrem Beruf) noch weiteren unbezahlten Tätigkeiten nach. Dazu gehört zum Beispiel die Zeit, die sie für Arbeiten im Haushalt, die Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen brauchen.
Statistiken zeigen auch, dass Männer und Frauen unterschiedliche Berufschancen haben. Auch heute ist die berufliche Verteilung von Frauen und Männern noch sehr ungleich. Das betrifft auch ihre Berufschancen.
Typische „Männer-“ und „Frauen-“ Berufe (Quelle 2)
Berufe mit dem höchsten Frauenanteil sind:
· Sprechstundenhelferin (fast 100 Prozent nur Frauen)
· Raum- und Haushaltsreinigungskraft und Kindergärtnerin (über 90 Prozent nur Frauen)
· Krankenpflegerin (fast 90 Prozent nur Frauen)
Berufe mit dem höchsten Männeranteil sind:
· KFZ-Mechaniker und Tischler (jeweils über 95 Prozent Männer),
· Kraftfahrzeugführer, Maschinenschlosser und Maurer (jeweils rund 95 Prozent Männeranteil)
Frauen arbeiten oft in Berufen, deren Tätigkeiten auch unbezahlt durchgeführt werden (können).
Welche unterschiedlichen Beschäftigungsformen gibt es?
Bezahlte Arbeit wird in verschiedene Kategorien eingeteilt, die von Lohn und Arbeitszeit abhängen. Zu den großen Gruppen gehören (Quelle 1):
· Vollzeitbeschäftigung (man arbeitet zwischen 38,5 und 40 Stunden)
· Teilzeitarbeit (man arbeitet weniger Stunden als für eine Vollzeitbeschäftigung)
· geringfügige Beschäftigung (bei der man maximal 10 Stunden pro Woche arbeitet und nicht mehr als 450 € verdient)
· selbstständige Erwerbstätigkeit (hier ist man sozusagen sein eigener / seine eigene Chef*in und kann sich seine Arbeitszeit frei einteilen)
Quellen:
1: Wiener Gleichstellungsmonitor (2013): Bezahlte und unbezahlte Arbeit.
2: Stehle, Anja (2013): Gleichstellung im Job.
3: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (2019): Beschäftigungsformen.