Abschnittsübersicht

    • Im folgenden Kurs befinden sich meine (Susanna Lehner) Materialien anstelle eines klassischen Portfolios für die Lehrveranstaltung "PPSII" für das Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftsbildung.

  • BSP1: MindMap (1. Klasse)
    Mein Reflexionsbeispiel ist ein Unterrichtseinstieg im Fach Biologie und Umweltbildungsunterricht in einer 1. Klasse AHS Unterstufe. Das Thema Sinnesorgane war bereits abgeschlossen und ich wollte mit dem ach so beliebten Thema Sexualkunde beginnen. Ich schrieb den Begriff Sexualkunde in die Mitte der Tafel und forderte reihum jede Schülerin und jeden Schüler der Klasse auf mir einen Begriff zu nennen, der ihnen zu diesem Wort einfällt. Einige Kinder waren sichtlich unbehagt manche Wörter auszusprechen, so wurden manche Begriffe von einigen Burschen bewusst nicht genannt. Wenn von SuS besonders "beschämenden" Begriffen wie "Schamlippen, Vagina, Penis, Hoden, ...." genannt wurden, wurde ein Lob meinerseits, dass dies ein besonders toller Begriff sei, ausgesprochen. Nachdem die Sammlung an der Tafel beendet war, wurde nach der Erklärung mancher Begriffe gefragt. Einige erläuterte ich gleich, bei anderen verwies ich auf den weiteren Unterrichtsverlauf.
    Diese Methode ermöglichte es mir einzuschätzen, wie viel Vorwissen bereits bei den Kindern vorhanden ist, und was ihnen noch gar nicht bekannt ist. Außerdem lockerte diese Runde die Anspannung der Kinder auf und sie waren danach um einiges bereiter sich zu den Themen im weiteren Unterricht zu äußern als die Parallelklasse, in der ich kein gemeinsames Brain-Storming für den Einstieg gemacht habe. Ebenfalls konnte ich so die "mutigeren" Kinder ausfindig machen, auf die ich mich bei Stille im Unterricht stützen konnte. 
    Hinterher hat es mich geärgert, dass ich mir das Brain-Storming der Klasse nicht abfotografiert, oder sie es auch nicht ins Heft übertragen lassen hatte. Somit hätten wir immer wieder einen Bezug zur Einführung herstellen können.

    BSP2: Bild zur Vielfalt und Bevölkerungsentwicklung (4. Klasse)
    Zu Stundenbeginn wurde eine Folie mit "Die Vielfalt der Welt" gezeigt. Auf der besagten Folie waren Bilder mit folgenden Motiven abgebildet: jüdische Menschen mit traditionellen Schläfenlocken und Kippa, ausgetrockneter und zerklüfteter Boden, Menschen in Fußgängerzonen einer Stadt, dunkelhäutige und hungernde Menschen. Die Kinder wurden gefragt was mit der Vielfalt der Welt gemeint ist. Nach einer kurzen Runde in der sich die Kinder gemeldet hatten wurde besprochen, wen diese Vielfalt betrifft (Ziel - der Mensch im Mittelpunkt). Danach wurde ein weiteres Bild gezeigt, auf dem die Bevölkerungsentwicklung seit 1700 bis 2100 (Prognose) zu sehen ist. Die Kinder wurden wiederum gefragt, wieso die Menschheit so rasant gewachsen ist, und wieso sie ca. in 50 Jahren nicht mehr wachsen, sondern dann wieder weniger werden wird. Am Ende der Stunde hatten die Kinder dann ein gutes Allgemeinwissen warum die Weltbevölkerung bisher angestiegen ist, und das dies in Zukunft nicht so weiter gehen kann. Somit wird ein guter Einstieg in die Thematik gemacht um die einzelen Aspekte wie Klimakrise, Hungersnöte, Kriege,... zu behandeln.

    BSP3: Video (1. Klasse)
    Zum Stundeneinstieg für das Thema Schwangerschaft im Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung wird ein Video der Samenzelle "Willi" hergezeigt.


    Somit kann ein Einstieg gemacht werden, der visuell unterstützt wird. Das Video wurde dann mit der Klasse noch einmal nachbesprochen. Danach werden die Schulbuchseiten zu diesem Thema behandelt, dazu können dann immer wieder die Bezüge vom Video hergestellt werden, damit die Kinder das gelernte mit dem visuellen Inhalt verknüpfen können. 

    • Wenn die Lehrkraft der neuen Stunde den Raum betritt, stehen alle Kinder auf und begrüßen die LK. Auch die LK grüßt die Kinder, danach gibt die Lehrkraft mit einer Körpergeste oder verbal die Anweisung sich wieder zu setzen.

    • Zu Beginn der Stunde gibt es eine Stundenwiederholung was in der/den vorherigen Stunde/n gemacht wurde. SuS wird zufällig drangenommen. Dafür gibt es ein/e "+, ~, -".

    • Zu Stundenbeginn gibt es einen Kopfrechenkönig (meist zur Mal-Reihe) bei dem immer zwei SuS gegeneinander antreten und am Ende bleibt der/die Beste übrig. Oftmals gibt es auch kleine Belohnungen für die besten Drei.

    • Die SuS werden der Größe nach aufgestellt und dann bis 4 durgezählt, um die Gruppen einzuteilen.
      Danach lesen die Gruppen jeweils einen Text zu einem Phänomen der mit der Stadtökologie zu tun hat. Anschließend sollen sie ein kleines Plakat gestalten, das die folgenden Fragen klärt:

      1. Was ist das Problem / Phänomen?
      2. Welche Folgen hat das für Mensch und Umwelt?
      3. Eigeninitiative: Erfindet 2-3 kreative Lösungen oder Verbesserungen für unsere eigene Stadt/Gemeinde!

      Danach tragen die SuS den Mitschüler/innen ihre Texte/Plakate vor, damit alle einen Überblick haben. Die Gruppe "Grüne Lunge" soll als letzte präsentieren, da sie die Lösung zu vielen Problemen ist.
      Anschließend wurde das Thema "Schwammstadt" behandelt.

    • SuS lernten das Dividieren mit einem dezimalen Dividend. Dazu gibt es ein doppelseitiges Übungsblatt. Die erste Hälfte der Seite sollte von alles geschafft werden, Schnellere sollen auf der zweiten Seite selbst auf die Lösung der Aufgaben kommen. Die Schnelleren die Aufgaben geschafft haben, werden dann als Experten für diejenigen eingesetzt, die nicht selbst auf eine Lösung gekommen sind und erklären es ihnen in Partnerarbeit.

    • Operativ
      Wir bauen uns die perfekte Stadt – Strukturierung eines nachhaltigen Stadtviertels

      Einstieg: Der Lehrer zeigt Bilder von autogerechten, grauen Städten und stellt die Frage: „Wie lang brauchst du zum Supermarkt, zum Arzt oder in den Park?“ Vorstellung des Konzepts der 15-Minuten-Stadt.
      Operative Arbeitsphase (Kleingruppen): Jede Gruppe erhält einen fiktiven, „schlechten“ Stadtplan auf einem großen Plakat (viele Straßen, riesige Parkplätze, Wohnen komplett getrennt von Gewerbe) und Kärtchen mit Elementen (Bäume, Radwege, Cafés, Kitas, Supermärkte).
      Die Schüler gestalten das Viertel aktiv um. Sie schneiden Straßen weg, platzieren Elemente neu, mischen Wohn- und Arbeitsbereiche und zeichnen 15-Minuten-Ringe ein. Sie verändern die Struktur physisch, um die räumliche Wirkung zu begreifen.

      Vergleich und Reflexion: Zwei Gruppen vergleichen ihre Plakate im „Mini-Marktplatz“. Warum wurde der Park hierhin gesetzt? Warum wurde die Straße zur Fußgängerzone? Sicherung an der Tafel: Was sind die Kernmerkmale einer lebenswerten Stadt? (Funktionsmischung, kurze Wege, Entsiegelung).

    • Handlungsorientiert
      Der „Lebenswert-Check“ – Wir bringen unsere Ideen ins Schulgebäud
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      Die Schüler analysieren das reale Schulumfeld, erstellen ein konkretes Produkt (eine interaktive Ausstellungswand) und konfrontieren die Schulöffentlichkeit oder den/die Bürgermeister/in mit ihren Erkenntnissen.

      Einstieg: Der Lehrer knüpft an das Wissen zur 15-Minuten-Stadt an. „Wir wissen jetzt, wie es theoretisch geht. Aber wie sieht es rund um unsere Schule aus? Wir machen heute einen Realitätscheck für die ganze Schule!

      Erkundung (Klassenzimmer verlassen): Die Schüler gehen in Gruppen mit Klemmbrettern und einer Checkliste rund um das Schulgebäude (oder das direkte Viertel). Sie kartieren: Wo gibt es Grünflächen? Wo sind Gefahrenstellen für Radfahrer? Gibt es Orte zum Verweilen?

      Produktionsphase: Zurück im Raum werten die Gruppen die Daten aus und erstellen ein interaktives Meinungsboard für die Aula.  Ein großer Plan des Schulumfelds mit roten Punkten (Kritik) und grünen Punkten (Lob) sowie einer zentralen Frage an die Mitschüler: „Was fehlt euch rund um die Schule für ein besseres Viertel?“

      Ab in die Öffentlichkeit: Die Klasse geht gemeinsam in die Schulaula. Die Schüler montieren das Board an einer gut besuchten Wand, platzieren Pins oder Post-its für die Pausennutzung und weihen die Wand offiziell ein (z. B. indem sie Schüler einer Nachbarklasse direkt zur ersten Abstimmung einladen). Anschließend wir der/die Bürgermeister/in oder Gemeindevertreter/innen eingeladen sich die kritikpunkte der SuS anzuhören und evtl. auch 2-3 Punkte davon in einem koopertiven Projekt umzusetzen.