Abschnittsübersicht

Kursübersicht

      • Informationen zum Lernkurs

        INSERT-Schwerpunkt: Gesellschaft und Staat
        Stichworte: Wohlstand, Geld, Lebensqualität, Identitätsbildung, Selbst- und Fremdbilder, Bruttoinlandsprodukt
        Dauer: 2 UE à 50 Minuten
        Schulstufe: 7. Schulstufe

        Der Unterrichtsablauf ist auf die digitalisierte Version des INSERT-Beispiels abgestimmt.

    • Konkretisierung des Themas, Lehrplanbezug, Lernziele und theoretische Bezüge

      Konkretisierung des Themas:
      • Arbeit und Geld als Bausteine der eigenen Identitätsbildung
      • Differente Motive der Berufswahl
      • „Lebensqualität“ und „Wohlstand“ – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
      • Verschiedene Möglichkeiten der Bemessung des Wohlstandes
      • Subjektive Standpunkte zum Sujet „Geld und Lebensqualität"

      Lehrplanbezug:

      Lehrplan 2023:
      Kompetenzbereich Österreichische Gesellschaftsentwicklung
      „Die Schülerinnen und Schüler können die Auswirkungen von Selbst- und Fremdbildern auf das gesellschaftliche Zusammenleben beschreiben und dabei die Bedeutung von biologischem Geschlecht, Gender, Alter, Bildung, Einkommen, Wohlstand, Nationalität, Religion oder „Kultur“ hinterfragen.“


      Unterrichtsprinzip: Wirtschafts- und Verbraucher*innen-Bildung:
      „Die Schülerinnen und Schüler sind zur Reflexion ihrer persönlichen Bedürfnisse, ökonomischen Möglichkeiten und Wertehaltungen in der Lage.“

      Groblernziele: Die Schüler*innen erkennen eigene und differente Motive der Berufswahl und reflektieren diese als Ergebnis der eigenen Bedürfnisse, der gesellschaftlichen Sozialisierung und als Faktoren der Identitätsbildung. Sie können die Lebensqualität und den Wohlstand auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene definieren und verschiedene Möglichkeiten der Messung dieser Begriffe kritisch hinterfragen.
       

      Einheit 1: "Ist Geld das Wichtigste im Leben?"

      • Die Schüler*innen fassen verschiedene Motive bei der Berufswahl aus fiktiven Geschichten zusammen. (AFB I)
      • Die Schüler*innen reflektieren eigene Einstellungen zu Arbeit und Geld und begründen diese. (AFB III)
      • Die Schüler*innen kategorisieren Motive der Berufswahl und ordnen diese nach Wichtigkeit. (AFB II)
      • Die Schüler*innen analysieren, wie unterschiedliche Bedürfnisse das persönliche Verständnis von Lebensqualität beeinflussen. (AFB II)

      Einheit 2: "Begriff: Lebensqualität"

      • Die Schüler*innen beschreiben die Begriffe „Lebensqualität“ und „Wohlstand“ aus verschiedenen Perspektiven. (AFB I)
      • Die Schüler*innen beschreiben das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab für Wohlstand. (AFB I)
      • Die Schüler*innen reflektieren kritisch die Vor- und Nachteile des BIP als Wohlstandsindikator. (AFB III)
      • Die Schüler*innen analysieren, welche unterschiedliche Bedeutungen Geld für Menschen haben kann. (AFB II)
      • Die Schüler*innen entwickeln einen eigenen Wohlstandsindex mit passenden Kriterien. (AFB III)
      Theoretische Bezüge
      (Kontext zur sozioökonomischen Bildung):

      Durch das Reflektieren der eigenen Einstellungen hinsichtlich der Themen „Arbeit, Geld und Lebensqualität“ und den Vergleich mit Einschätzungen anderer Personen wird die Schüler*innen Orientierung und die Mehrperspektivität im Lehr- und Lernarrangement gewährleistet. Schüler*innen verstehen, dass unterschiedliche Motive und Bedürfnisse zu unterschiedlichen Meinungen bezüglich der Bedeutung von Geld führen können: Die Ansichten darüber, was ein erfülltes/glückliches Leben ist und auszeichnet, sind vielfältig und höchst individuell. Da Geld in vielen Fällen nur durch Erwerbsarbeit verdient werden kann, treffen Schüler*innen auch individuelle Entscheidungen hinsichtlich ihrer zukünftigen Arbeit. Geld und die gewählte Erwerbsarbeit spielen somit sowohl zur Bedürfnisbefriedigung als auch zur Ausbildung von Identität und Selbstwert durch Konsum eine wichtige Rolle. Zusätzlich werden Formen der Nicht-Erwerbsarbeit (z. B. Sorgearbeit / Care-Arbeit) in diesem Kontext betrachtet. Durch den Einbezug differenter Indikatoren zur Bestimmung der Lebensqualität ist die inhaltliche Mehrperspektivität gegeben. Indem diese hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile für die Lernenden untersucht werden, wird kritisches Denken gefördert.

    • Methodisch didaktischer Kommentar

      OPTIONAL: Aufgabe 2.4:

      Lehrperson
      Optional kann die Lehrperson die Punkte, die von den einzelnen Gruppen den Kategorien zugeordnet wurden, auf der Tafel sammeln und addieren. So entsteht eine gemeinsame Rangordnung der Motive, die der Klasse insgesamt am wichtigsten erscheinen. Anschließend sollen die Schüler*innen ihre persönliche Punktevergabe mit der Klassen-Rangordnung vergleichen, in dem sie sich an einer gedachten Linie im Raum aufstellen.

      Schüler*innen
      Stellt euch nun an einer gedachten Linie im Raum auf. Das eine Ende der Linie steht für eine vollständige Übereinstimmung mit der Klassenauswertung, das andere Ende steht für eine deutliche Abweichung von der Rangordnung der Klasse. Die Lehrperson bestimmt einige Schüler*innen, die sich positionieren und ihre Entscheidung für die jeweilige Positionierung darlegen.